Dagmar Manzel Foto: Janine Guldener
 

Biographie

Sie singt, sie tanzt, sie spielt sich die Seele aus dem Leib! Ob als Schauspielerin oder Sängerin – Dagmar Manzel entwickelt eine Sogkraft, der man sich nicht entziehen kann. Wie kaum eine Schauspielerin schafft sie es, sich jede Rolle chamäleongleich anzueignen, ist mal rotzfreche Göre, mal Dame von Welt und spielt dabei nie eine Rolle; sie ist immer die Figur, die sie auf der Bühne verkörpert. Davon zeugen viele Auszeichnungen, zum Beispiel der Adolf-Grimme-Preis, die Auszeichnung zur Schauspielerin des Jahres der Fachzeitschrift »Theater heute«, der Deutsche Fernsehpreis, der Deutsche Schauspielerpreis, der Deutsche Hörbuchpreis und der Deutsche Filmpreis.

18 Jahre lang war die Berlinerin eines der prägenden Gesichter des Deutschen Theaters in Berlin. Hier hat sie auch Ihre Singstimme entdeckt und feiert seitdem in zahlreichen Operetten- und Musicalproduktionen an der Komischen Oper Berlin und an anderen Musikbühnen des Landes große Erfolge. Jetzt präsentiert die großartige Schauspielerin und hinreißende Entertainerin ihr drittes Solokonzert.
In Berlin geboren, gehört die Absolventin der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin zu den erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen. Von 1980 bis 1983 war sie am Staatsschauspiel Dresden engagiert, von 1983 bis 2001 gehörte sie dem Ensemble des Deutschen Theaters Berlin an. Seither ist sie freiberuflich als Schauspielerin und Sängerin tätig.

In Film und Fernsehen spielte sie u. a. in »Coming out« von Heiner Carow und in Helmut Dietls »Schtonk«, 1997/98 drehte sie den Dreiteiler »Der Laden«, für den das Darstellerteam den Grimme-Preis in Gold erhielt. In der Serie »Klemperer – Ein Leben in Deutschland« spielte Dagmar Manzel die Frau des jüdischen Professors Klemperer (ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis 2000). Für ihre Rolle in dem Fernsehfilm »Leben wäre schön« von Kai Wessel bekam sie 2004 den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis. Für ihre Rollen in den Filmen »Nachrichten« von Matti Geschonneck und »Als der Fremde kam« von Andreas Kleinert wurde sie 2006 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. In dem Kinofilm »Frei nach Plan« von Franziska Meletzky war sie in der Rolle der Rocksängerin Anne zu sehen und erhielt auf dem Internationalen Filmfestival in Shanghai den Preis als beste Darstellerin.
Zu ihren neuesten Arbeiten für das Kino zählen »Die Unsichtbare« (2010, Regie: Christian Schwochow), »Die verlorene Zeit« (2010, Regie: Anna Justice) und »Zettl« (2011, Regie: Helmut Dietl). Für die Rollen in »Die Unsichtbare« und in »Zettl« bekam sie 2012 den Deutschen Schauspielerpreis. Für »Die Unsichtbare« wurde sie mit dem Deutschen Filmpreis 2012 ausgezeichnet. 2014 kam der Film »Stiller Sommer« (Regie: Nana Neul) in die Kinos. Für ihr Emma in »Lonely Emma« (ARD, 2015, Regie: Ingo Rasper) wurde sie von den Mitgliedern der Deutschen Akademie für Fernsehen zur beste Schauspielerin 2016 gewählt.

In den letzten Jahren hat sich Dagmar Manzel auch im Bereich Hörbuch weiter profiliert. So gewann sie den Deutschen Hörbuchpreis 2013 in der Kategorie »beste Interpretin« für Ihre Lesung des Romans »August« von Christa Wolf. Die mit ihr produzierten Hörbücher umfassen Werke von James Joyce (»Dubliner«), Judith Schalansky (»Der Hals der Giraffe«) und Henry David Thoreau (»Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat«). Mit vielen dieser Texte ist sie europaweit immer wieder auch live zu erleben.

Eine besondere Liebe Dagmar Manzels gilt der Musik: Nach ihrem erfolgreichen Solo-Liederabend »Ich bin ein Wesen leichter Art« brillierte sie am Deutschen Theater in der Titelpartie der Offenbach-Operette »Die Großherzogin von Gerolstein« und als Périchole in der Offenbach-Operette »La Périchole« am Berliner Ensemble. Ein weiterer Beweis Ihrer Vielseitigkeit ist der Liederabend »Irgendwo auf der Welt …«, der an die Vertreibung des Komponisten Werner Richard Heymann aus Deutschland erinnert. Im April 2013 war Dagmar Manzel mit dem Programm Teil des Themenjahrs 2013 »Zerstörte Vielfalt« des Landes Berlin. »Irgendwo auf der Welt« ist auch auf CD erschienen.

Erfolgreiche Gastspiele führen sie immer wieder ins europäische Ausland. So zuletzt im Jahr 2013 nach Zürich ins Theater Rigliblick mit der Lesung »Cassandra« und nach London in die Queen Elizabeth Hall, wo sie gemein-sam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker das Programm »Berlin Cabaret« vorstellte.
Die Partie der Mrs. Lovett in »Sweeney Todd« in der Spielzeit 2004/05 war ihre erste Arbeit an der Komischen Oper Berlin. In den Spielzeiten 2006/07 sowie 2010/11 sang sie als Solistin in den Neujahrskonzerten. Seit 2008 tritt sie mit großem Erfolg als Lilli Vanessi/Katharina in »Kiss me, Kate« auf und seit November 2010 verkörpert Dagmar Manzel ebenfalls an der Komischen Oper Berlin die Rößl-Wirtin Josepha Vogelhuber in Sebastian Baumgartens Inszenierung »Im Weißen Rößl«. Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Barrie Kosky in »Kiss me, Kate« haben beide eine von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierte Version von »Sieben Songs/Die sieben Todsünden« von Bertold Brecht und Kurt Weill kreiert, die im Februar 2012 Premiere an der Komischen Oper Berlin hatte. Seit der Spielzeit 2013/14 ist Dagmar Manzel als Madeleine de Faublas in einer der spektakulärsten Jazz-Operetten der Weimarer Zeit am Haus in der Behrenstraße zu erleben, dem »Ball im Savoy« von Paul Abraham. Seit 2014/15 teilt sie sich mit Max Hopp alle 20 Rollen der Operette »Eine Frau, die weiß, was sie will!« von Oscar Strauss. Im Dezember 2016 steht sie dort als Cleopatra in »Die Perlen der Cleopatra« (Musikalische Leitung: Adam Benzwi, Regie: Barrie Kosky) auf der Bühne.

Im Februar 2014 hatte Dagmar Manzels Hommage an Friedrich Hollaender »MENSCHENsKIND« Premiere an der Komischen Oper Berlin. Eine CD ist bei der Deutschen Grammophon erschienen. Daneben steht sie mit Ulrich Matthes wieder auf der Bühne des Deutschen Theaters. Das Zweipersonenstück »Gift« ist dort umjubelt und immer ausverkauft. Seit Herbst 2014 ist Dagmar Manzel als Kommissarin im Franken-Tatort zu sehen.

Auszeichungen

1995 Kritikerpreis der Berliner Zeitung für Kriemhilds Rache

1999 Adolf-Grimme-Preis in Gold für »Der Laden«

2000 Deutscher Fernsehpreis für »Klemperer« - Kategorie Beste Darstellerin

2002 Schauspielerin des Jahres für »Traum im Herbst«

2004

Bayerischer Fernsehpreis für »Leben wäre schön«

2004 Adolf-Grimme-Preis und Bayerischer Fernsehpreis für »Leben wäre schön«

2006 Deutscher Fernsehpreis für »Die Nachrichten« und »Als der Fremde kam« - Kategorie Beste Darstellerin

2007 Beste Darstellerinnen (Ensemble) Shanghai International Film Festival für »Frei nach Plan«

2009 BZ-Kulturpreis

2008 Publikumspreis der Theater Gemeinde Berlin für »Kiss me, Kate«

2012 Deutscher Schauspielerpreis für »Zettl« und »Die Unsichtbare« - Kategorie Weibliche Nebenrolle

2012 Deutscher Filmpreis für »Die Unsichtbare« - Kategorie Weibliche Nebenrolle

2013

Publikumspreis der Theater Gemeinde Berlin für »Ball im Savoy«

2013 Ehrenpreis des Berliner Theaterviertels East End

2013 Nominierung Adolf-Grimme-Preis für »Blaubeerblau«

2013 Deutscher Hörbuchpreis für »August« - Kategorie Beste Interpretin

2014 DER FAUST als beste Schauspielrin für ihre Rolle in »Gift« am Deutschen Theater, Berlin

2016

Nominierungen für »Besuch für Emma« beim Hessischen Filmpreis, der Goldenen Kamera und der Deutschen Akademie für Fernsehen

2016

Iffland Medaille des Berliner Theaterclubs

2016

Beste Schauspielerin, Deutsche Akademie für Fernsehen